Mediennetzwerk - das war es!

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Die ersten Schritte

Es begann in den 90er Jahren, als es zum schwulen Coming Out noch wenig Filme gab. Eine schwule Jugendgruppe in München bekam Unterstützung durch den Medienpädagogen Wolfgang Fänderl und viele andere in und außerhalb der Szene. So entstand ein vielbeachtetes Erstlingswerk:

Come Out

Die Jugendgruppe Tadzio gibt magazinhaften Einblick in die Münchner Schwulenszene. Mit Spielfilmszenen, Informationen und einer Moderation zeigt das Video alles, was man zum Coming Out wissen muss. „Professionell, temporeich, witzig, sensibel und selbstironisch wird mit Klischees über Schwule gespielt.“ (Text zur Verleihung des Hauptpreises beim 14. Jugendfilmfest in München)

Dokumentation 1996, VHS / DVD, 39’ (Nachfilm 18’); Vertrieb: Tadzio-Film (heute: info@queerelations.net)

YouTube-Veröffentlichung: 20.04.2014

   
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Sieger auf dem Jugendfilmfest 1996 und seine Folgen

Als Come Out 1996 als beste Münchner Jugendfilmproduktion ausgezeichnet und auch im Fernsehen gezeigt wurde, wuchs das Interesse den nächsten Schritt nach dem Coming Out zu verfilmen: Die Kontaktaufnahme.

28 Schwule aus unterschiedlichen Lebenswelten (vom Studenten über einen Pfarrer und Geschäftsmann bis hin zum Politiker) stellten sich intensiven Interviews. Daraus wurde dann ein Spielfilm mit faszinierendem Bonusmaterial und Filmpremiere 1999 in der Bongobar im Kunstpark Ost.

The GaYme

Chris kommt nach München und in Kontakt mit der schwulen Szene. Er erlebt dort hautnah das Beziehungs-Spiel, das ihn durch Höhen und Tiefen führt.

Der Spielfilm wird ergänzt durch Interviewausschnitte von Schwulen der unterschiedlichsten Couleur. Es geht ums Erkennen von Schwulen, ums Kontakt-Aufnehmen, Korb-Geben ... ein historisches Dokument!

Spielfilm 1999, VHS / DVD, 50’ (Making of 10’, Statements und Highlights aus den Interviews 60’); Produktion: Hans S., Oliver Richtberg, Björn Fehr, Sami Hami, u.a.; Vertrieb: Tadzio-Film (heute: info@queerelations.net)

YouTube-Veröffentlichung Pfingsten 2014

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Gründung des queerelations-Netzwerks

Der Blick auf die "Making of" Bilder der früheren Filme brachte einige der damaligen Filmemacher dazu, am 19.02.2012 das queerelations-Filmnetzwerk zu gründen. Kurzweilige Filme sollen entstehen, das Themenspektrum von schwul auf queer erweitert werden und mehrere Teams nebeneinander arbeiten und sich gegenseitig unterstützen.

In sechs Sitzungen wurden Rahmenbedingungen und Filmideen angedacht, mit Theatermethoden Szenen erarbeitet, Logo und Grundlagenpapier (Das ist es!) entwickelt und über den Ausbau des Netzwerks gesprochen.

Am 31.03.2012 wurde von Johannes Schöffmann ein Fotoshooting zum Thema "queer relations" mit 12 Akteuren_innen arrangiert. 

Und am 29.04.2012 wurden zur Eröffnung des neuen Sub in der Müllerstr. 14 die zwei Erstlingswerke aus den 90ern (Come out & The GaYme) gezeigt. Der Saal war voll, das Interessentennetzwerk wuchs auf 80 Personen.

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queerelations 2012

Die Teilnehmerzahl bei den Netzwerktreffen pendelte zwischen 5 und 20 Personen und jetzt brauchte es etwas Vorzeigbares, um attraktiv zu bleiben. Wolfgang Fänderl griff ein Thema auf, das ihn in Gesprächen mit einem Freund aus Berlin immer wieder faszinierte: die vermittelte Patenschaft.

Halt mich! - David zwischen Patenschaft & Partnerschaft

David ging vor 8 Jahren eine Patenschaft für Rene ein und ein Jahr später lernt er seinen heutigen Partner Wendell kennen. Interviews und Dokuaufnahmen, kombiniert mit Filmmusik, geben einen lebendigen Eindruck dieser Beziehungskonstellation. Die Perspektiven eines Freundes, eines Arbeitskollegen, der Mutter des Patenjungen und der Vermittlerin zeigen was hinter so einer Patenschaft steckt.

Dokumentation 2012, HD-Video, 40’; Realisation: Wolfgang Fänderl, Filmmusik: Frank Loleith, Animation: André Eckert, Trailer-Schnitt: Manuel Dünfründt; Vertrieb: info@queerelations.net

Vorpremiere 25.11.2012 im neuen Sub, Müllerstr. 14, München

Nach aufwendiger Neubearbeitung wird eine aktualisierte Fassung am 06.07.2014 ihre Premiere in Berlin haben und anschließend auch online verfügbar sein.

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Zusammenarbeit mit dem Münchner Präventions-Netzwerk

Kai Kundrath vom Projekt Prävention des Sub e.V. lud im Frühjahr 2012 Fachkollegen und das queerelations-Filmnetzwerk zum Brainstorming ein: Welche Form des Films kann HIV-Prävention unterstützen?

"positive" fiktive Geschichten aus dem Glockenbachviertel

Der Fotograf Manfred Lehner gestaltete einen zehnminütigen ‚Fotofilm’, der mit kunstvollen S/W-Aufnahmen anhand einer Geschichte darstellt, wie es durch Verliebtsein und Alkoholkonsum zu einer HIV Infektion kommen kann.

Fotofilm 2012, Video mit Bildern, Musik und Geräuschen in Überblendtechnik, 10’; Realisation: Manfred Lehner, Hauptdarsteller: Sven Hanselmann und Kai Kundrath, Ratgeber und Komparsen: "Sittenstrolche", Ideengeber: Dr. Stefan Zippel; Vertrieb: Manfred Lehner info@bluecatdesign.de

Filmpremiere 04.12.2012 im Sub, Müllerstr. 14, München

 

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queerelations.net - facebook - YouTube

2012 war auch das Jahr, in dem wir zum ersten Mal intensiv das Internet nutzten.

Zum einen wurde mit Hilfe von Simon Mansfeld das Content Management unseres Webportals www.queerelations.net aufgebaut. Contao als Open-Source-Programm half die wesentlichen Funktionen unserer Internet-Präsenz abzudecken.

Zum anderen wurde auf facebook ein aktueller "queerelations"-Account eingerichtet, der ab November 2012 regelmäßig (im Durchschnitt 5 Nachrichten am Tag) mit neuesten Infos aus dem Netzwerk, aber auch zum Thema und der Münchner Szene bestückt wird.

Last but not least wurde ein YouTube Channel für queerelations eingerichtet, wo die ersten Medienprodukte online gestellt wurden.

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queerelations 2013

Der Vertrieb des Dokumentarfilms "Halt mich" wurde auf Grund von Verbesserungen zurückgestellt. Dafür wurde der Ausbau der Webseite forciert und es gabe spannende neue Filmprojektideen und -konzepte die weiterverfolgt wurden.

queerelations-Trailer

Am 02.02.2013 wurden in einem Workshop das Konzept für einen Kurzfilm entwickelt, in dem sich das Netzwerk der Öffentlichkeit vorstellen soll. Am 15.02. ab es dazu bereits eine Stellprobe im NY.Club und am 22.03. wurden die Filmaufnahmen gemacht. Sodann folgte der Schnitt, die Nachsynchronisierung, die Musik und die Vorbereitungen zur Premiere im neuen Jahr.

Umbenennung + Kooperation

Am 21.05.2013 wurde entschieden den bislang als "Filmnetzwerk" bezeichneten Verbund in "Mediennetzwerk München" (media network Munich) umzubenennen. Daraus resultierte auch eine neue Selbstdarstellung (Das ist es!)

Am 09.07.2013 unterzeichneten wir einen Szene-Kooperationsvertrag mit den Queer Communities aus der Münchner Partnerstadt Kiew, wo auch eine Delegation im Mai den Pride unterstützte (MunichKievQueer).

Mann-Sein heute!

Im August 2013 begannen wir mit Filmaufnahmen zu einer Kurzfilmserie für YouTube. Im Mittelpunkt standen die verschiedenen Identitäten, Beziehungsformen und Entwicklung von Trans-, Bi-, schwulen und Heteromännern bis 27 Jahre. Die Interviews wurden noch im Sommer 2013 abgedreht. Derzeit suchen wir nach redaktioneller Unterstützung, die das Projekt mit der Kerncrew zuende führt.

To Russia With Love

Am 8.9.2013 wurde ein Kiss-In vor der Russischen Botschaft in München der Anlass für eine Film-Doku über 7 Minuten: "To Russia With Love From Munich", die Wolfgang Fänderl drehte. Mit Hilfe von MunichKievQueer und dem Komponisten Frank Loleit wurde eine Liebeserklärung mit Russischen Untertiteln (7'41'' auf YouTube verfügbar, queerblick.TV stellte dann die gekürzte Variante mit 3'11'' online).

Bilderserien auf queerelations.net

Darüber hinaus wurden diverse Bild-Dokumentationen erstellt: CSD München, Amsterdam und Prag, Blair-Bitch-Projekt München, Sticks&Stones-Karrieremesse, 1. Wissenschaftskongress zu Gleich-Geschlechtlichen Erfahrungswelten Berlin, Demonstration zu Gergiev im Gasteig und mehrere Fotoaufnahmen zum neuen Filmprojekt "Mann-Sein heute!" (vgl. Galerien)

Aktivitäten im Internet

Am 01.12.2013 wurde das Netzwerk (!) queerelations Botschafter_in für den Welt-AIDS-Tag.

Der Facebook-Account hatte Ende des Jahres 312 Abonennten_innen und YouTube-Produkte hatte mit Hilfe von Unterstützenden bis zu 10.000 Abrufe.

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queerelations 2014

Am 1.1. wurde der Themenblog des Netzwerks freigeschaltet. Ziel ist die verbesserte Information, Kommunikation und Diskussion im Netzwerk zu Themen, die uns betreffen.

Mit dem Vorstand des Sub e.V. wurde am 7.1. eine Finanzkooperation vereinbart und ein entsprechendes Sonderkonto einrichtet.

11.1. Premiereparty zum queerelations-Trailer im NY.Club mit großem Programm in enger Kooperation mit der Szene-Disko und dem Sub. Hier wurde die queerelations-Postkarte 2014 zum ersten Mal weitergegeben.

Seit 22.2.2014 wird an der Doku-Serie "Sparkle Unicorns Reports" gearbeitet. Mia und Isy berichten aus der Queer Community. Startschuss war das nähere Umfeld der beiden: der NY.Club. Aber langfristig werden sie auch anderweitig über Licht und Schattenseiten der Szene berichten. Nach dem Premiereabend wurde Juni bis August jeden Montag eine neue Folge hochgeladen.

Am 14.07. trug Preisträger Ralf König für queerelations auf der Prideweek seinen comicgenialen Event vor "Der König liest, das Volk soll lauschen". Eine Reihe namhafter Sponsoren und Kooperationspartner förderte die Benefizaktion und auch hier berichteten die Sparkle Unicorns Reports.

Am 18.11. fand dann das queerelations-Jahres-Netzwerktreffen "Was ihr wollt?!" mit 30 Personen im Sub statt. Dort wurde in die diversen medialen Rubriken Einblick genommen und an Zukunftsprojekten gearbeitet. Ein Ergebnis war der Medienworkshop "Drehbuch: Mutter des Films" am 22.11.

Des Weiteren hat sich queerelations entschlossen das Various Voices Festival 2018 zu unterstützen

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Anfang 2015 trug queerelations durch eine Internet-Ausschreibung zum Münchner CSD-Titel bei: "Familie ist was wir draus machen!" Vor allem im Bereich Bilddokumentation wurden viele Galerien eingerichtet und damit das queere Leben in München dokumentiert.

Für den Trailer vom Various Voices Chorfestival 2018 wurde im Aprisl 2015 ein Medien-Workshop mit gutem Ergebnis durchgeführt und anschließend weiter beraten und begleitet.

Mai 2015 wurde uns von der Magnus Hirschfeld Stiftung eine Projektförderung für die Hörspielserie "Froschkönigs Literarisches Queertett" zugesagt. Daraufhin begann der Aufbau eines Teams, das sowohl inhaltliche wie technische Voraussetzungen zu meistern hat.

Parallel entwickelte sich die Idee, 2016 ein Queeres Münchner Filmfestival mit Come Together Charakter zu etablieren. Partner_innen aus diversen Film-Communities wurden angesprochen und es wurde konkret.

25.09.2015 war ein historischer Zeitpunkt für die Gründung eines Trägervereins der nicht nur das Filmfestival ermöglichen soll, sondern auch Plattform für weitere queerelations Produktionen und Veranstaltungen ist: Queer Culture e.V. Von den insg. 8 Gründungsmitgliedern in den Vorstand gewählt: André Eckert, Katrin Gebhardt-Seele, Wolfgang Fänderl und Christian Kreil.

Weitere Infos über info@queerelations.net